Im Vorfeld der Bologna-Prozess-Feierlichkeiten greifen protestierende Studenten wieder zum Mittel der Besetzung: Im Neuen Institutsgebäude der Uni Wien wurde Mittwoch Abend zumindest ein Hörsaal besetzt, bestätigte eine Sprecherin der Uni Wien gegenüber der APA. Ein Vertreter der protestierenden Studenten sprach von “400 bis 500″ Studenten, die mehrere Hör- und Seminarsäle in ihrer Hand hätten.
Nach Angaben dieses Studenten sollen die besetzten Räumlichkeiten auch für den als Gegenveranstaltung zu den Bologna-Feierlichkeiten angekündigten „Alternativgipfel“ genützt werden. Die Uni-Sprecherin meinte aber, man wisse nicht, mit wem man zu tun habe – und dass es sich bei den Besetzern offenbar nicht um die Organisatoren des Gegen-Gipfels handle.
Das NIG war – wie das Audi Max der Uni Wien auch – vom Oktober bis kurz vor Weihnachten 2009 besetzt. Auch damals war der Auslöser für die Studentenproteste, die sich auf ganz Österreich ausweiteten, die Ablehnung der Bologna-Struktur. Morgen und übermorgen werden sich in der Wiener Hofburg die EU-Bildungsminister einfinden, um den zehnten Jahrestag der 1999 unterzeichneten Bologna-Erklärung zu feiern.
Für morgen, Donnerstag, ist eine große Demonstration der Studentenprotestbewegung angekündigt. Am 12. und 13. März veranstalten die Kritiker einen international besuchten Alternativgipfel am Uni-Campus im Alten AKH (Wien-Alsergrund).
salzburg.com
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